Stille Nacht Museum Hallein
Gruberplatz 1
5400 Hallein

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Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag 9–17 Uhr


Peace on earth!

#westandwithukraine

Das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ sollte den Menschen in einer von Hungersnöten und Krieg geprägten Zeit Hoffnung geben. Erstmals gesungen am 24. Dezember 1818 wurde das Weihnachtslied auf der ganzen Welt bekannt und in über 300 Sprachen übersetzt. Die Friedensbotschaft ist so aktuell wie eh und je und nicht nur am Weihnachtsabend von größter Relevanz.

Friede ist niemals eine Selbstverständlichkeit, vielmehr eine zerbrechliche Errungenschaft, getragen von den Menschen und ihren Einstellungen im Hier und Jetzt. Die aktuellen geopolitischen Bruchlinien und Interessenskonflikte lösen bei vielen Menschen Ohnmacht und Hilflosigkeit aus. 

Durch die Sogwirkung von Social Media und der Vernetztheit der Menschen ist der neuerliche Krieg in Europa auch aus der Beobachterrolle so unmittelbar wie niemals zuvor. Die unvorstellbare Härte und das umfassende Leid werden nicht nur durch die redaktionellen Berichterstattungen selbst, sondern vor allem durch die permanente Verfügbarkeit via Liveticker und dem Austausch individueller Erfahrungsberichte zum Teil unseres Alltags. Neu ist die Unmittelbarkeit, nicht die dramatischen Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen selbst.

Familiärer Zusammenhalt, Mitmenschlichkeit und ein friedvolles gemeinsames Zusammenleben sind für alle Menschen existenzielle Grundvoraussetzungen. Die Hoffnung darauf haben die Urheber des Weihnachtslieds Joseph Mohr (Text 1816) und Franz Xaver Gruber (Komposition 1818) mit ihrem Lied zum Ausdruck gebracht, ohne Ruhm oder finanzielle Vorteile erlangen zu wollen. Auch das macht das Besondere dieser musikalischen Botschaft aus.

Im Ersten Weltkrieg schwiegen am 24. Dezember 1914 an der Front im nordwestlichen Flandern zwar kurz die Waffen und es erklang „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Der Krieg dauerte dennoch bis in das Jahr 1918 an und hinterließ auf Jahrzehnte verfeindete Lager.

Ein Lied vermag auch jetzt den Frieden nicht zu sichern, aber es kann uns erinnern einander friedvoller zu begegnen. Auch im Alltag oder bei unterschiedlichen Weltanschauungen.

Kriege hinterlassen letztendlich nur Opfer. Mit Waffen kann für die Freiheit, nicht aber für den Frieden gekämpft werden. Die Wahl zu haben zwischen Krieg und Frieden scheint derzeit zum utopischen Luxus einer Gesellschaft geworden zu sein, in der Freiheit als Selbstverständlichkeit empfunden wird. 

Den Wunsch nach „Peace on Earth“ äußerte 1936 eine Dame aus den USA gegenüber dem Enkel von Franz Xaver Gruber in einem Brief, nachdem sie das Weihnachtslied im amerikanischen Radio gehört hat. Nur drei Jahre später brach der Zweite Weltkrieg aus. Der Wunsch nach Frieden ist auch jetzt wieder groß!

     

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hoch heilige Paar.
"Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh',
schlaf in himmlischer Ruh'!"

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
lieb' aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund':
Jesus in deiner Geburt.
Jesus in deiner Geburt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
aus des Himmels goldenen Höh'n
uns der Gnade Fülle läßt sehn:
Jesum in Menschengestalt.
Jesum in Menschengestalt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut' alle Macht
väterlicher Liebe ergoß,
und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt.
Jesus die Völker der Welt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
als der Herr, vom Grimme befreit,
in der Väter urgrauer Zeit
aller Welt Schonung verhieß,
aller Welt Schonung verhieß.

Stille Nacht, heilige Nacht,
Hirten erst kundgemacht!
durch der Engel Halleluja
tönt es laut bei Ferne und Nah:
Jesus, der Retter ist da!
Jesus, der Retter ist da!

Keltenmuseum Hallein