KELTENMUSEUM HALLEIN
Pflegerplatz 5
5400 Hallein

im Stadtplan anzeigen  


ARCHÄOLOGIE & DÜRRNBERGFORSCHUNG

Dr. Holger Wendling M.A.
T +43 (0)6245 80783-16
F +43 (0)6245 80783-14 
holger.wendling@salzburgmuseum.at


Aktuelle Projekte – Forschungsberichte

   

„…UND SOWAS SCHMEISSEN DIE WEG?!“ LUST UND LAST DES SAMMELNS

Eine Ausstellung der Heidelberg School of Education (link: hse.hypotheses.org/869 ) in der Universitätsbibliothek Heidelberg – Interview mit Dr. Holger Wendling M.A., Leiter der Dürrnbergforschung.

 

ARCHÄOMETRISCHE UND ARCHÄOLOGISCHE ANALYSE MINERALISCHER SCHMUCKEINLAGEN VOM DÜRRNBERG BEI HALLEIN

Zusammen mit dem Competence Center Archaeometry Baden Württemberg (CCA – BW), Eberhard Karls Universität Tübingen (Prof. Dr. K. Bente, Dr. C. Berthold) werden archäometrische Analysen von Glas- und Koralleneinlagen in eisenzeitlichen Schmuckstücken durchgeführt. Durch naturwissenschaftliche Analyse und archäologische Interpretation dieser exotischen Materialien sollen Erkenntnisse zu Kulturkontakten und Glaubensvorstellungen der keltischen Bewohner des Dürrnberges gewonnen werden.

Provenance and Colour of La Tène and Hallstatt period fibulae beads. – Posterpräsentation bei der internationalen Tagung „Archäometrie und Denkmalpflege“, Mainz 2015 und bei der internationalen Tagung der AG Eisenzeit, Hallein (AT) 2015.

 

GRABUNGSPROJEKT DÜRRNBERG „HOCHBICHL/EMCO“

Neue Erkenntnisse zur Siedlungsstruktur des eisenzeitlichen Dürrnberges versprach eine Aus-grabungskampagne, die unter der wissenschaftlichen Leitung der Dürrnbergforschung von der Firma ARDIG GesmbH auf dem Dürrnberger Hochbichl durchgeführt wurde. Im Außenbereich der EMCO Privatklinik wurden durch Baumaßnahmen archäologische Ausgrabungen notwendig, die Siedlungsreste der Eisenzeit erbrachten. Unter einer reich mit Keramik- und Kleinfunden durchsetzten Kulturschicht waren Reste der prähistorischen Bebauung in Form von Pfostengruben, Gräbchen, Gruben, Trockenmauern und Grubenhäusern erhalten.  
Neben einigen wenigen neolithischen Silexartefakten und einzelnen, vorläufig kaum näher datierbaren urgeschichtlichen, vor-eisenzeitlichen Keramikfragmenten, zeigten die Funde und Befunde eine Besiedlung von der späten Hallstatt- über die Früh- und Mittellatènezeit bis in die Spätlatènezeit an. Ein Schwerpunkt dürfte in der fortgeschrittenen Mittellatènezeit (Phase LT C2) und in der Spätlatènezeit (Phase LT D1) gelegen sein. Aus der Römerzeit traten vereinzelte Funde zutage. Einige neuzeitliche Funde sind in Zusammenhang mit dem bäuerlichen Betrieb, der vor der Errichtung der Emco-Klinik an diesem Ort stand, zu sehen.
Mit über 1000 m² archäologisch untersuchter Fläche ist dies die bislang größte zusammenhängende Siedlungsfläche, die am Dürrnberg ergraben wurde. Wenngleich am Dürrnberg an zahlreichen Orten jüngerlatènezeitliches Fundmaterial geborgen wurde, so zeichnet sich hier durch die große Anzahl der Funde ‒ auch der qualitativ hochwertigen Stücke ‒ sowie durch die Befundsituation mit nachgewiesenen Gräbchenstrukturen, Gruben, Pfostenstandspuren, Gebäuden sowie einem möglichen architektonisch ausgestalteten Zugangsbereich zur Siedlung ein für diese Zeitstufe zentraler Siedlungsplatz am Dürrnberg ab.

A. & F. Preinfalk/H. Wendling, KG Dürnberg, SG Hallein. Grabungsbericht. Fundber. Österreich 54, 2015, 328–331.

     

JAHRESBERICHTE

Dürrnbergforschung – Jahresbericht 2016

Dürrnbergforschung – Jahresbericht 2015

Dürrnbergforschung – Jahresbericht 2014

Dürrnbergforschung – Jahresbericht 2013

Keltenmuseum Hallein