2. OG RAUM 27

DIE SUDHÄUSER

Die Sole vom Dürrnberg wurde in hölzernen Rohrleitungen über die Dächer der Stadt Hallein zu den Sudhäusern geleitet. Im 16. Jahrhundert befanden sich dort insgesamt neun Pfannen (V. 64), die zusammen eine durchschnittliche Jahresleistung von 20–30.000 Tonnen Salz erwirtschafteten.

Nach dem verlorenen Salzkrieg von 1611 – ein Streit um die Abnahme großer Mengen Halleiner Salzes mit Bayern – kam es zu Rückschlägen des Salzertrages, dem eine allgemeine Rezession bis zum Ende des Erzbistums im Jahre 1803 folgen sollte.

Um einem weiteren wirtschaftlichen Abstieg entgegen zu steuern hatte man 1794 ein modernes Pfannhaus, das „SIEDEN COLLOREDO“ gebaut, dessen Sudresultate jedoch trotz mehrerer Umbauten unbefriedigend blieb, so dass sein Betrieb schon 1803 wieder eingestellt wurde. Das Gebäude blieb als einzige erzbischöfliche Siede erhalten (Modell V. 65) und steht heute noch auf dem Schifferplatz am Nordende von Hallein.

Nachdem man auch das Sudhaus Khuenburg 1825 geschlossen hatte, wurde die Salzproduktion nur mehr von Raitenau und Neugoldegg aufrecht erhalten.