1. OG RAUM 13

GRÄBERFELDER DER ÄLTESTEN „SALZHERREN“

Aus der Zeit der ersten Ansiedler sind mindestens drei Gräberfelder bekannt, die vermutlich Kleinweilerguppen zugeordnet waren. Die ÄLTESTEN GRÄBER findet man auf dem so genannten Eislfeld nur wenige 100 Meter von der Landesgrenze entfernt.

Der nächstgelegene Friedhof auf dem SIMONBAUERFELD liegt ca. 200 Meter nordöstlich vom Eislfeld. Obwohl dieser Fundplatz mit dem zeitgleichen Eislfeld eine Reihe von Übereinstimmungen aufweist, war es hier üblich, Männer zur üblichen Waffenkombination, bestehend aus einem Kampfbeil und einem Satz von drei Wurflanzen zusätzlich, mit einem Dolch auszustatten.

Noch weiter nördlich, rund 480 Meter vom Eislfeld entfernt, auf dem so genannten HEXENWANDFELD schloss sich ein dritter Friedhof an, dessen Belegungsschwerpunkt ebenso in die späte Hallstattzeit (580 bis 460 v. Chr.) fällt. Die Verzierungsformen und die Bemalung der Tongefäße von hier, sind in den beiden anderen Gräberfeldern unbekannt.

Es wäre durchaus denkbar, dass einige Großfamilien der „Gründergeneration“ die in räumlich getrennten Gehöftgruppen lebten (und in deren Nähe wahrscheinlich auch ihre Toten bestatteten) den SALZBERGBAU IN VERSCHIEDENEN GRUBERREVIEREN betrieben.

Die Wölbung des Raumbodens ist der Form eines Grabhügels nachempfunden. Die Verstorbenen hatte man, der Sitte jener Zeit entsprechend, in hölzernen Grabkammern bestattet, die anschließend mit einem Stein-Erdegemisch überschichtet wurden.
Diese Kammern werden durch drei eingetiefte Schächte symbolisiert, in denen sich jeweils die Beigabeninventare einer durch Schattenrisse angedeuteten Doppelbestattung befinden (V. 30 - 32). Die Ausstattungen entsprechen generell einem gehobeneren Standard, sind etwa zeitgleich und trotz ihrer erkennbaren Unterschiede typisch für die drei oben erwähnten Gräberfelder.