Sonderausstellung
„Hallein spielt“ - Spiel und Alltag im 19. Jahrhundert
Eröffnung 19. November 2009
Kulturstadträtin Dr. Eveline Sampl-Schiestl – Begrüßung
Museumsdirektor Mag. Stefan Moser und
Ausstellungskurator Mag. Florian Knopp – zur Ausstellung
LH Stv. Dr. Wilfried Haslauer – Eröffnung
In der ersten Ausstellung der Reihe „Halleiner Stadtgeschichte(n)“ befasst sich das Keltenmuseum Hallein mit einer der ältesten kulturellen Äußerungen des Menschen – dem Spiel.
Im Zentrum der Auseinandersetzung mit der Thematik stehen Firmengeschichte und Produktvielfalt des Halleiner Traditionsbetriebes Oedl, dessen 215jähriges Firmenjubiläum den Anstoß zur Ausstellung gibt.
Gezeigt wird die unglaubliche Vielfalt der Halleiner Spielzeugfertigung im 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Hallein und der sozialen Situation ihrer Bewohner. Anhand erstmals ausgestellter Dokumente aus den Sammlungen des Keltenmuseums und der Firma Oedl wird die eindrucksvolle internationale Vernetzung dieses Halleiner Betriebes dargestellt.
Der Bogen des Gezeigten spannt sich vom Würfelspiel der Kelten über das Spiel im Mittelalter bis hin zur Holzspielzeugproduktion des 19. Jahrhunderts. Diese war in wirtschaftlich schwieriger Zeit eine wichtige Einkommensquelle der Halleiner Bevölkerung deren Lebens- und Arbeitsbedingungen die Ausstellung beleuchtet.
Präsentiert werden die Spielgewohnheiten der Kelten anhand von archäologischen Funden vom Dürrnberg und bisher in Österreich noch nicht gezeigten Spielwürfeln aus der Keltenstadt Manching. Funde mittelalterlichen Spielzeuges aus der Stadt Salzburg zeigen die Bedeutung des Spieles über alle Alters- und Standesgrenzen hinweg.
Die gezeigten Spiele und Spielsachen aus Hallein vermitteln ein lebendiges Bild der Freizeitgestaltung vor über 100 Jahren. Produkte der „Konkurrenten“ der Halleiner Betriebe in Berchtesgaden, Gröden und im Erzgebirge illustrieren die Weitergabe von Ideen und Techniken auf dem damaligen Markt und die Tatsache, dass zu dieser Zeit Markenschutz noch keine Rolle spielte.
Anhand von seltenen Produkten der Wiener Firma Piatnik, die 2009 ihr 185 jähriges Jubiläum feiert, wird der Übergang von der handwerklichen Produktion zur industriellen Fertigung dargestellt.
Den Besuchern wird neben einem unfangreichen Rahmenprogramm aus Spielenachmittagen und Vorträgen die Möglichkeit geboten, die Ausstellung auch selbst auf spielerische Weise zu erkunden.
Die Ausstellung kann im Rahmen eines Museumsbesuches bis 31. Jänner 2010, täglich von 9 - bis 17 Uhr besichtigt werden.